
Vorschläge zum Unterhaltsvorschuss für Kinder von Alleinerziehenden gehen in die völlig falsche Richtung
Zur Debatte über den Unterhaltsvorschuss erklärt die Spitzenkandidatin der Partei Die Linke MV, Simone Oldenburg:
„Die Vorschläge von Frau Prien zum Unterhaltsvorschuss für Kinder von Alleinerziehenden gehen in die völlig falsche Richtung. Wer beim Unterhaltsvorschuss kürzt, verschärft soziale Ungleichheit und nimmt Kindern Zukunftschancen. Kinderarmut bekämpft man nicht durch Kürzungen, sondern durch verlässliche Unterstützung und echte Chancengleichheit.
Für Die Linke ist klar: Der Unterhaltsvorschuss kann dabei nur ein Baustein sein. Unser Ziel bleibt eine armutsfeste Kindergrundsicherung, die allen Kindern ein gutes Aufwachsen ermöglicht und das Existenzminimum zuverlässig sichert. Sie muss Kinder aus der Armutsfalle holen und unabhängig von der familiären Situation gleiche Chancen auf Bildung, Kultur, Freizeit und gesellschaftliche Teilhabe schaffen.
Wer den Sozialstaat dauerhaft stärken will, muss außerdem die Einnahmeseite in den Blick nehmen. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, sehr große Vermögen und hohe Erbschaften stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen. Mit einer gerechten Steuerpolitik könnten Bund und Länder mehr in Bildung, Kitas, soziale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und den Kampf gegen Kinderarmut investieren, statt bei den Schwächsten zu sparen und die Gesellschaft weiter zu spalten.
Kinderarmut ist kein individuelles Schicksal, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Die Linke steht für eine Politik, die Kinder schützt, Alleinerziehende stärkt und sozialen Zusammenhalt organisiert – statt bei den Schwächsten zu sparen.“
