Brodkorbs Hilfeersuchen an Berlin entlarvt theaterpolitisches Versagen

Zum Hilfeersuchen des Kulturministers Mathias Brodkorb an die Kulturstaatsminsterin Monika Grütters im Zusammenhang mit der Entlassung der kompletten Neustrelitzer Tanzkompanie erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Tänzerinnen und Tänzer sich aufgrund der desaströsen Theater-Politik des Kulturministers arbeitslos melden mussten, fällt dem Kulturminister des Landes ein, sich hilfesuchend nach Berlin zu wenden. Das ist umso verwunderlicher, da die Kulturstaatsministerin dem Land ihre Hilfe bereits vor Monaten angeboten hat.
Statt sich mit den Vorschlägen aus dem kulturinteressierten Raum in Neustrelitz und Neubrandenburg oder den Vorschlägen meiner Fraktion rechtzeitig auseinanderzusetzen, wischte der Minister damals alle Versuche, die Tanzkompanie zu erhalten, vom Tisch. Er ließ die Tanzkompanie sehenden Auges in die Katastrophe treiben. Offenbar hätte eine schlichte Anfrage bei der Kulturstaatsministerin gereicht, um die jetzige Situation zu verhindern. Das ist ein kulturpolitisches Totalversagen, welches die Substanzlosigkeit der sogenannten Theaterreform schlaglichtartig verdeutlicht.“