Die Landwirtschaft in Ostdeutschland muss unterstützt und bewahrt werden!
Die Agrarstrukturen in Deutschland befinden sich seit einigen Jahren stark im Wandel. In besonderer Weise ist davon Ostdeutschland betroffen.
Zu den Auswirkungen und der Bedeutung dieser Vorgänge äußerte sich Kerstin Kassner, Bundestagsabgeordnete von Rügen: „Wir haben in Ostdeutschland gewachsene Agrarstrukturen. Genossenschaften spielen hier eine wichtige Rolle. Besonders in Vorpommern mit seiner schwachen Wirtschaftsstruktur ist die Landwirtschaft – neben dem Tourismus – auch ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Daher halte ich die Ankündigungen aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Zukunft verstärkt kleine bäuerliche Betriebe fördern zu wollen für ein Problem. Das darf nicht zu einer Benachteiligung der landwirtschaftlichen Genossenschaften führen. Besonders beunruhigt mich allerdings die starke Konzentration von Bodenbesitz in den Händen einiger weniger Investoren, die oftmals agrarfremd sind und den Bodenerwerb lediglich als Teil ihres Investitionsportfolios betrachten.“ Als konkrete Gegenmaßnahme schlug die Abgeordnete ein stärkeres Einwirken des Bundes vor: „Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass lokale Produzenten weiterhin Zugang zum Boden vor Ort haben und dass der Boden im Interesse des Gemeinwohls behandelt wird. Jedes Jahr Monokulturen auf den Feldern von Großinvestoren sind definitiv der falsche Weg.“
DIE LINKE. unterstützt sowohl kleine und mittelgroße bäuerliche Betriebe als auch den Genossenschaftsgedanken in der Landwirtschaft. Das zunehmende Engagement institutioneller und nichtlandwirtschaftlicher Großinvestoren und die Konzentration von großen Flächen in deren Händen werden von der Partei ebenso kritisch gesehen wie Monokulturen und der übermäßige Einsatz von Dünger und Pestiziden.
