
Gerechte Verteilung der Netzausbaukosten überfällig!
Seit Jahren ist bekannt, dass ausgerechnet in M-V, wo die Energiewende zügig und tatsächlich vorangebracht wird, die höchsten Netzentgelte zu zahlen sind – und das beim bundesweit geringsten Durchschnittseinkommen. Bisher blieben alle Initiativen seitens der Landesregierung, ein bundesweites Wälzen der Netzausbaukosten durchzusetzen, erfolglos.
„Sollte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel endlich mit einem Gesetzentwurf reagieren, muss dieser tatsächlich für eine gerechte Verteilung der Netzausbaukosten sorgen“, erklärte die energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke, am Donnerstag. M-V würde von einem bundesweiten Wälzen nur profitieren, wenn die Kosten für den bereits erfolgten Netzausbau im Norden mit einbezogen werden. „Ansonsten ist zu befürchten, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in M-V erneut zur Kasse gebeten werden, um den Netzausbau im Süden der Republik mitzufinanzieren. Noch höhere Stromkosten wären sowohl für die Wirtschaft als auch für private Haushalte verheerend.“
