Langzeitarbeitslosigkeit in M-V seit 5 Jahren fast unverändert

Die Zahl der von Langzeitarbeitslosigkeit durchschnittlich Betroffenen pro Jahr hat sich seit dem Beginn der Wahlperiode kaum verändert. Sie ist sogar leicht angestiegen. Dies zeigen die Antworten der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des arbeitsmarkpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Landtag, Henning Foerster.
„Es zeigt sich erneut, dass sich das Problem Langzeitarbeitslosigkeit nicht von allein in Luft auflösen wird. Von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen benötigen eine intensivere Betreuung und vor allem Beschäftigungsperspektiven. Solange nur jeder dritte Arbeitgeber überhaupt bereit ist, darüber nachzudenken, trotz möglicher Förderung durch die Jobcenter einem Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben, darf öffentlich geförderte Beschäftigung von SPD und CDU nicht länger zum Tabuthema erklärt werden. Damit diese in Bund und Land endlich Realität werden kann, braucht es ein Umdenken der Regierungen in Berlin und Schwerin. Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, heißt die Devise, heute genauso wie schon vor fünf Jahren“, so Foerster.

Die Zahl der von Langzeitarbeitslosigkeit durchschnittlich Betroffenen pro Jahr hat sich seit dem Beginn der Wahlperiode kaum verändert. Sie ist sogar leicht angestiegen. Dies zeigen die Antworten der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des arbeitsmarkpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Landtag, Henning Foerster.
Waren 2011 nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit jahresdurchschnittlich 29 953 Personen im Land langzeitarbeitslos, so betrug deren Zahl im vergangenen Jahr 30 832. Deutlich wird auch, dass diese Personengruppe kaum von der allgemeinen Arbeitsmarktentwicklung profitiert. Nahmen 2011 noch 6 796 vormals Langzeitarbeitslose eine Beschäftigung am so genannten ersten Arbeitsmarkt auf, waren es 2015 nur noch 5 874. Dabei sank der Anteil derer, die aus der Langzeitarbeitslosigkeit in eine Beschäftigung am so genannten ersten Arbeitsmarkt abgehen von 14,5 auf 13,3 Prozent.
Dennoch ging im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurück. Wurden 2011 noch 4 820 Langzeitarbeitslosen Aktivierungs-, Qualifikations- und öffentlich- geförderte Beschäftigungsmaßnahmen angeboten, profitierten  2015 nur noch 4 235 Betroffene.
Völlig anders verläuft die Entwicklung dagegen bei denjenigen, die kurzzeitig von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Lag deren Zahl 2011 noch bei 77 590, sank sie bis 2015 auf 55 264. Dabei ist der Anteil derer, die aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung am so genannten ersten Arbeitsmarkt abgehen nach wie vor hoch. Er betrug 2011 bereits 35,8 und lag im Vorjahr bei 36,2 Prozent.
„Es zeigt sich erneut, dass sich das Problem Langzeitarbeitslosigkeit nicht von allein in Luft auflösen wird. Von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen benötigen eine intensivere Betreuung und vor allem Beschäftigungsperspektiven. Solange nur jeder dritte Arbeitgeber überhaupt bereit ist, darüber nachzudenken, trotz möglicher Förderung durch die Jobcenter einem Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben, darf öffentlich – geförderte Beschäftigung von SPD und CDU nicht länger zum Tabuthema erklärt werden. Damit diese in Bund und Land endlich Realität werden kann, braucht es ein Umdenken der Regierungen in Berlin und Schwerin. Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, heißt die Devise, heute genauso wie schon vor fünf Jahren“, so Foerster.