LINKE fordert Sondersitzung des Kreistages – statt Tagung ohne Öffentlichkeit!
Sonderausschuss zur Aufklärung wird erwogen
Die Linksfraktion im Kreistag Nordwestmecklenburg fordert eine Sondersitzung des Kreistages zur Information und Aufklärung des Sachverhalts im Fall des offenbar misshandelten Kindes aus Grevesmühlen. Der Fraktionsvorsitzende Björn Griese dazu: „Wir sind als Fraktion zutiefst betroffen von dem Schicksal des kleinen Jungen aus Grevesmühlen und hoffen sehr, dass es dem Kleinen bald wieder zumindest körperlich besser gehen wird. Wir haben von der Landrätin erfahren, dass zu den näheren Umständen und zu der Frage, ob das Jugendamt alles getan hat, was in seinen Möglichkeiten liegt, eine Sitzung des Kreisausschusses stattfinden soll. Wir lehnen das Ansinnen, dies allein hinter verschlossenen Türen zu beraten, ab. Wir werden eine Sondersitzung des Kreistages beantragen und wollen somit Öffentlichkeit herstellen, denn die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, was geschehen ist.
Des Weiteren behalten wir uns ggf. mit anderen Fraktionen gemeinsam vor, einen zeitweiligen Ausschuss zu beantragen, der sich dann mit der Frage der Hintergründe der Vorgänge ebenso beschäftigen soll, wie mit der Frage, was getan werden kann, um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern. Wir nehmen ausdrücklich keine Vorverurteilung vor, aber wir wollen den Vorgang aufgeklärt wissen und schon heute gilt: Jeder Fall ist einer zu viel, denn es geht hier um Kinder und deren Wohlergehen.“
