Menschen mit Behinderung besser am Arbeitsmarkt integrieren
Am 30. November erklärte die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, in Schwerin, dass arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung laut Studien im Durchschnitt besser ausgebildet sind, als andere Erwerbslose. Sie sein auch besser motiviert und seltener krank. Dazu erklären die Vorsitzenden der LINKEN. Mecklenburg-Vorpommern Wenke Brüdgam und Torsten Koplin:
„Menschen mit Behinderung besser in den beruflichen Alltag unserer Gesellschaft einzugliedern ist ein erklärtes Ziel unserer Partei. Leider sieht es in der Realität immer noch so aus, dass kaum Arbeitgeber*innen sich dazu entscheiden, Menschen mit Behinderung einzustellen. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit einer Schwerbehinderung ist mit 13,4 Prozent (Stand September 2016) fast doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosenquote. Das System von Förderschulen und Werkstätten zementiert diesen Zustand.
Menschen mit Behinderung werden häufig an der Teilhabe am gesellschatlichen Leben gehindert und haben zu selten die Möglichkeit, sich in den regulären Alltag zu integrieren. Und das, obwohl sich Deutschland seit 2009 der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hat. Sie sieht vor Menschen mit Behinderung Teilhabe in alle Bereichen der Zivilgesellschaft zu ermöglichen. Deswegen fordern wir in der Arbeit, in der Bildung und im Wohnen weiter bauliche und kommunikative Barrieren abzubauen und weiter darauf hinzuwirken, dass Betriebe behinderte Menschen einstellen. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass sie motiviert und sehr gut ausgebildet sind. Dadurch erhalten die Menschen die Möglichkeit, überall im politischen, sozialen und kulturellen Leben, nicht nur dabei zu sein, sondern es auch selbstbestimmt aktiv zu gestalten“.
