Pflegeberufe stärken
Das Thema Pflege beschäftigt ganz Deutschland. Schlechte Bezahlung, zu wenige Fachkräfte und steigende Arbeitsbelastung sind nicht länger hinnehmbar, finden die Landesvorsitzenden der LINKEN. Mecklenburg-Vorpommern Wenke Brüdgam und Torsten Koplin:
„Fast alle Menschen unserer Gesellschaft sind im Alter auf Pflege angewiesen. Trotzdem nehmen die Klagen der Beschäftigten in den letzten Jahren vermehrt zu. Niedrige Bezahlung bei steigendem Arbeitsumfang in einem Land, das im Schnitt immer älter wird – das kann nicht funktionieren. Viele Menschen wissen um diese Belastung und entscheiden sich deswegen gegen eine Ausbildung zur Pflegekraft. Langfristig kann aber nur die Einstellung von mehr Pflegepersonal wirklich helfen. Um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken, müsste die Bundesregierung wieder stärker investieren. Es bräuchte eine gesetzliche Personalbemessung mit verbindlichen Personalquoten und bessere Löhne in einer einheitlichen Gesundheits- und Pflegeversorgung. Um die Belastung im Pflegebereich abzusenken fordert DIE LINKE daher, dass bundesweit 100.000 neue Pflegekräfte eingestellt werden.
Auch die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern muss einiges tun. Erst vor kurzem wies der Paritätische Wohlfahrtsverband darauf hin, dass die Zuwendungen für Einrichtungen und Dienste der freien Wohlfahrtspflege im Landeshaushalt seit Jahren stagnieren. Der Forderung des Paritätischen die entsprechenden Fördertitel jedes Jahr um 3% anzuheben, unterstützt DIE LINKE daher ausdrücklich.
Im Alter sind wir alle auf Pflege angewiesen. Die Menschen wissen das. Es muss daher sichergestellt werden, dass die Menschen, die sich für Pflegeberufe entscheiden, angemessen bezahlt werden und ein Arbeitsumfeld herrscht, in dem sich Freude an der Berufung entfalten kann“.
