Unverzügliches Umsteuern in der Schulsozialarbeit notwendig

Zur gestrigen Befassung mit dem Thema Schulsozialarbeit im Jugendhilfeausschuss des Landkreistages Mecklenburgische Seenplatte (MSE) erklären die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, und der innenpolitische Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Kreistagsfraktion MSE, Peter Ritter:
Ritter: „Der Landkreis MSE ist einer der ersten, dem ein dramatisches Wegbrechen von Schulsozialarbeitern bevorsteht. Andere Landkreise werden folgen, das ist gewiss. In MSE sind 27 der 65 Stellen an den Schulen akut gefährdet. Grund ist eine seit Jahren mangelhafte und unsichere Finanzierung der Schulsozialarbeit aus unterschiedlichen Töpfen und Restmitteln des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT). Das ist nicht länger möglich, denn der BuT-Topf ist leer.“
Bernhardt: „SPD und CDU wissen seit Jahren um die unsichere Lage und blieben dennoch untätig.  Jetzt, da sich die Katastrophe abzeichnet, muss unverzüglich umgesteuert werden, die neue alte Regierung muss handeln und eine Lösung für die unverzichtbare Schulsozialarbeit finden. Diese muss endlich auskömmlich und dauerhaft finanziert werden. Schulsozialarbeit muss flächendeckend als pädagogisches Regelangebot an den Schulen vorgehalten und mit ihren Aufgaben gesetzlich verankert werden. Die Beschäftigten in diesem Bereich brauchen gute Arbeitsbedingungen und Perspektive. Dazu gehören insbesondere entfristete Verträge und Entlohnung nach Tarif. Die Landesregierung muss handeln – und zwar sofort!“
Faxaktion der GEW: Schulsozialarbeit muss sichergestellt werden! (PDF)