Zeichen setzen: Wir lassen uns unsere Zukunft nicht verstrahlen!
Der Landesgeschäftsführer der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Kay Spieß, erklärt:
Es ist amtlich! Die Landes- und Bundespolizei haben den Termin für den Castortransport bestätigt: Am 16. Februar 2011 wird der erste Castortransport im Jahr 2011 durch Deutschland rollen. Dabei soll Atommüll aus der stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe ins Zwischenlager Nord bei Lubmin gebracht werden. Insgesamt werden fünf Castoren mit hochradioaktivem Material aus Karlsruhe ins Zwischenlager Nord auf die Reise gehen. Quer durch Deutschland, entgegen ursprünglichen Vereinbarungen und gegen den Willen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Denn das Zwischenlager Nord wurde gebaut, um die atomaren Hinterlassenschaften der Kraftwerke Lubmin und Rheinsberg sicher zwischenzulagern. Die neueren Entwicklungen belegen, dass die Befürchtungen der LINKEN keine Hirngespinste waren. Lubmin soll ein „Endloslager“ werden und nicht nur für Atomabfälle aus Lubmin und Rheinsberg.
Dagegen organisiert DIE LINKE zusammen mit Anti-Atom-Initiativen Proteste. Wie schon bei den sehr erfolgreichen Demos im Dezember 2010 wollen wir als LINKE. Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Bundestagsfraktion auch diesmal gut sichtbar und zahlreich Präsens zeigen.
Die Castor-Transporte nach Lubmin im Februar sind nicht nur das Problem der Region. Die giftige Last fährt durch das ganze Land. Der Landesvorstand der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern ruft daher zur friedlichen und fantasievollen Teilnahme an der für den 12.02.2011 geplante Anti-Atom-Demonstration in Greifswald auf. Unterstützen Sie uns dabei! Kommen Sie am 12.02. nach Greifswald zur Kundgebung und Demonstration ab 14.00 Uhr auf dem Markt. Wir wollen wieder ein Zeichen setzen und sagen: Stopp! Wir lassen uns unsere Zukunft nicht verstrahlen.
Mit unserer Teilnahme an dieser Demonstration wollen wir deutlich machen, dass wir nicht nur gegen die erneut anstehenden Castor-Transporte sind, sondern einen generellen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie fordern.
Der schwarz-gelbe Atomdeal führt nicht nur zu Maximalgewinnen für die Stromkonzerne, sondern bedingt mangels konkreter Ausstiegs- und Endlagerstrategien der Bundesregierung auch weitere Transporte.
