CDU in Mecklenburg-Vorpommern muss sich von Steinbach und Co distanzieren

Erika Steinbach, CDU-Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), behauptete auf der Klausurtagung ihrer Fraktion, Polen und die polnische Regierung träfe eine Mitschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939. Schließlich hätten sie bereits im Frühjahr 1939 mobil gemacht.
Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern:

„Der Landesverband der CDU muss sich von Erika Steinbach, Arnold Tölg und Hartmut Saenger distanzieren! Sie verdrehen historische Tatsachen und wollen die Geschichte umschreiben. Wer den Polen eine Mitschuld am Zweiten Weltkrieg unterstellt, will damit den Eindruck erwecken, die Deutschen seien Opfer dieser größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Deutschland hat einen Angriffskrieg begonnen. Ursache und Wirkung sind eindeutig.

Frau Steinbach und ihre Gesinnungsgefährten aus der so genannten Vertriebenenstiftung verlassen damit eindeutig den demokratischen Konsens. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern ist aufgerufen, sich hier ganz klar zu ihrem Geschichtsbild zu bekennen. Derartige Positionen sind keineswegs konservativ. Sie gehören zu den Überzeugungen ewig Gestriger. Ich gehe davon aus, dass sie in unserem Land keinen Platz haben.“