LINKE fordert im Bundestag keine weiteren Atommülltransporte nach MV

Heute rollt zum zweiten Mal in nur zwei Monaten ein Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll in das Zwischenlager Nord bei Lubmin. DIE LINKE unterstützt den Protest dagegen. Dazu erklärt der Landesvorsitzende Steffen Bockhahn:

„Auf Anordnung des ehemaligen Bundesumweltministers Jürgen Trittin werden weitere Mengen hochradioaktiven Mülls aus Karlsruhe nach Mecklenburg-Vorpommern verbracht. Immer wieder wird behauptet, dies sei alternativlos. Natürlich muss man sich fragen, warum der Strahlenmüll über 20 Jahre in Karlsruhe gelagert werden konnte, nun aber zwingend in das Zwischenlager Nord quer durch die Republik gefahren werden muss.

DIE LINKE steht für eine dezentrale Lagerung des Atommülls an den jeweiligen Standorten. Außerdem fordern wir die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen, um neuen Atommüll gar nicht erst zu produzieren. Ein echtes Endlager für den tausende Jahre strahlenden Schrott kann es nicht geben. Das Zwischenlager Nord soll offensichtlich nach und nach zu einem de facto Endlager werden. Die entsprechenden Anträge der Geschäftsführung machen das mehr als deutlich.

Wir unterstützen daher den Protest gegen diesen Transport und werden in der kommenden Woche einen Antrag in den Deutschen Bundestag einbringen, der die Bundesregierung auffordert, keine weiteren Mengen Atommüll in unserem Bundesland einzulagern.

Innenminister Lorenz Caffier fordere ich auf, den Protesten ihren Raum zu geben, so wie es das Grundgesetz auch vorsieht.“