Schröders Flexi-Quote ist Frauenpower light!

Laut Arbeitsentwurf des Familienministeriums will Ministerin Kristina Schröder (CDU) Verstöße gegen ihre geplante „Flexi-Frauenquote“ mit Bußgeldern bis zu 25 000 Euro ahnden. Dazu meint Steffen Bockhahn:

„25.000 Euro Strafe bei Nicht-Einhaltung der Frauenquote sind ein Witz. Als börsennotiertes Unternehmen habe ich diese Summe in der Kaffeekasse. Wen soll das beeindrucken? Die Ministerin meint es mit ihrer Frauenquote offensichtlich nicht ernst. Auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) tut sich wohl schwer mit Frauenpower. Statt des von ihm angekündigten gleichstellungspolitischen Paukenschlags werden nur 3 von 9 Kabinettsposten an Frauen gehen.

Die größte Gefahr für die Gleichstellung ist die Annahme, wir hätten sie schon. Im europäischen Vergleich ist Deutschland Schlusslicht bei der Gleichstellung. Frauen verdienen im Durchschnitt ein knappes Viertel weniger als Männer – bei gleicher Qualifikation. Obwohl Frauen in der Bildung aufgeholt und überholt haben, führen sie weit seltener in Unternehmen, Politik und Gesellschaft.

Wir wollen der Benachteiligung mit gezielten Maßnahmen entgegenwirken. Ein Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft wäre ein Anfang: Unternehmen, in welchen Frauen oder Männer bei Bezahlung, Aufstieg und Verantwortung benachteiligt sind, sollen verbindliche Gleichstellungsmaßnahmen einführen.“