Wahlkampfauftakt mit Gregor Gysi in Stralsund

Am 26. April wird in Stralsund ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Für DIE LINKE kandidiert die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Landrätin, Kerstin Kassner, als Oberbürgermeisterin der Hansestadt.
Zum Wahlkampfauftakt gab es heute prominente Unterstützung durch Dr. Gregor Gysi, den Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag. Am Ende der Veranstaltung im InterCity-Hotel, meinte auch er: Es ist Zeit für eine starke Frau in der Hansestadt. Deshalb: Am 26. April Kerstin Kassner wählen!

Eine halbe Stunde vor Beginn warteten bereits die ersten Gäste in der Rezeption vom Intercity Hotel in der Hansestadt. Badrow-Herausforderin Kerstin Kassner hatte nicht nur Gregor Gysi angekündigt, sondern die Bürgerinnen und Bürger auch eingeladen, um ihre politischen Pläne für Stralsund vorzustellen.

Kerstin Kassner stellte souverän, klar und freundlich ihre Pläne für die Zukunft der Hansestadt vor. Wirtschaft erklärt sie im Falle ihrer Wahl eindeutig zur Chefsache: sie wird sich das Wirtschaftsressort unterstellen und u.a. höchstpersönlich neue Investoren für die Stadt gewinnen (s. Wahlprogramm).

Dann stellten die Bürgerinnen und Bürger Fragen an Frau Kassner – die mangelnde Sauberkeit der Stadt wurde u.a. kritisiert, lautes Klatschen der Gäste bestätigten dieses offensichtliche Defizit.
Kerstin Kassner hat immer eine qualifizierte Antwort parat, ihre langjährigen Verwaltungserfahrungen sind deutlich hörbar – ebenso identifiziert sie sich bereits mit dieser schönen Stadt am Sund, das lässt sie die Gäste spüren. Dann warteten alle ganz gespannt auf Gregor Gysi, dem Vorsitzenden der Bundestagsfraktion DIE LINKE., der um 15 Uhr kommen sollte. Pünktlich traf er ein und zog seine rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörer direkt in seinen Bann:

Kürzlich war er zu Gast auf der Insel Hiddensee – dort klagten ihm die Bewohner ihr Leid von völlig überhöhten Pachtgebühren. Das sei absurd und müsse dringend geändert werden, forderte Gysi. Kerstin Kassner sei dafür die richtige Frau. Überhaupt sei es Zeit für starke Frauen – werbend: natürlich vor allem in Stralsund!

Die Benachteiligung der Frauen generell: immer noch eklatant – zieht sich quer durch die ganze Gesellschaft – muss abgebaut werden. „Armut ist weiblich in Deutschland“, klagt Gysi an und fordert: „gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“. Es sei eine Frechheit, dass insbesondere Deutschland nicht voran komme: 22 % weniger Lohn erhalten Frauen im Schnitt als Männer für die gleiche Arbeit. Und das im 21. Jahrhundert!

Er warnte vor Privatisierung der Daseinsvorsorge: wie man feststelle, verschlechtern sich genau dort konsequent die Löhne der Angestellten als auch die Dienst-Serviceleistungen für die Menschen. Soziale Grundbedürfnisse sicherstellen sei Aufgabe der Kommunen – die es auch am besten können, weil sie wissen, was die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort benötigen und wünschen.

Gregor Gysi zeigte die Gefahren der Freihandelsabkommen TTIP und CETA auf, erklärte die Gefahren des sogenannten „Investorenschutzes“ und warnte vor dem Abbau aller „Handelshemmnisse“. Tausende deutsche Standards stünden auf dem Spiel, um die wir mühsam in den letzten Jahrzehnten rangen. Ein Horror-Szenario für alle Verbraucherinnen und Verbraucher, betrifft letztlich alle Produktionsbereiche – und würde wieder einmal nur wenigen reichen Konzernen, sprich: den sogenannten „Heuschrecken“ zu Gute kommen. „Der Mittelstand verliert – kleine Unternehmen haben das Nachsehen, das darf auf keinen Fall bei diesen Freihandelsabkommen falsch verstanden werden“ macht Gysi aufmerksam. Es war ein äußerst interessanter und sehr harmonischer Sonntagnachmittag mit Kerstin Kassner und Gregor Gysi im Intercity Hotel – ihr Wahlkampfteam wird immer zahlreicher und jünger.

Kerstin Kassner: „Ich bin sehr froh darüber, dass mich so viele tolle Menschen unterstützen. Ich danke ihnen allen sehr – insbesondere auch Bob Beeman und Georg für die musikalische Begleitung und das höchst unterhaltsame Entertainment. Ich bin begeistert, das spornt mich an und bestätigt: es war die richtige Entscheidung, den Hut in den Ring zu werfen. Stralsund ist eine faszinierende lebendige und sehr schöne Stadt, mit vielen interessanten Menschen. Es reizt mich inzwischen geradezu, mit ihnen gemeinsam die Stadt weiter voran zu bringen: mit aktiver Bürgerbeteiligung kulturvoll und sozial zusammenwachsen.

Das ist mein Ziel, mein Wort darauf“.

Wahlprogramm (Teil 1)

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