Ausverkauf des Ackerlandes in M-V stoppen!

Am morgigen Donnerstag berät der Bundestag abschließend über einen Antrag, der den Stopp der Privatisierung von Ackerland und Wäldern durch die Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH (BVVG) fordert. In den Ausschüssen haben die Fraktionen der SPD und CDU diese Initiative der Linksfraktion abgelehnt.
Dazu erklären die Bundestagsabgeordneten der LINKEN aus Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Bartsch, Heidrun Bluhm und Kerstin Kassner: „Mit der Ablehnung des Privatisierungsstopps setzen CDU und SPD die gescheiterte Politik des Treuhandgesetzes fort. Nach dem Ausverkauf ostdeutscher Wirtschaftsbetriebe wird den Agrarbetrieben in unserem Land eine Höchstpreispolitik diktiert, die etablierten Unternehmen Investitionsmöglichkeiten raubt und Jungbäuerinnen und Jungbauern faktisch keine Chance gibt am Marktgeschehen teilzunehmen.“
Hintergrund ist die Verkaufspraxis der bundeseigenen BVVG, die sich an Höchstpreisen orientiert und somit maßgeblich zu deutlich steigenden Bodenkaufs- und Pachtpreisen auch in Mecklenburg-Vorpommern beiträgt. Betrug der durchschnittliche Verkaufspreis für einen Hektar in 2010 noch 10.418 Euro, so stieg dieser in 2013 auf 15.411 Euro.
„Statt den Boden weiter zu privatisieren und dabei innerhalb weniger Jahre Preissteigerungen von 50 Prozent mit zu verursachen, sollte der Boden kostenfrei an die Bundesländer übertragen werden. Diese sollen die Flächen langfristig im Sinne eines öffentlichen Bodenfonds an die Agrarbetriebe verpachten“, fordern die Mitglieder der Landesgruppe der LINKEN aus M-V.