Rentenerhöhung: Wenig Licht und viel Schatten
„Wenig Licht und viel Schatten“ macht Martina Bunge angesichts der Rentenerhöhung aus, die ab Juli wirksam wird. Die Expertin der Fraktion DIE LINKE für die Rentenüberleitung Ost stellt weiter fest: „Seit Monaten schmückt sich die Bundesregierung mit der Rentenanpassung. Allerdings vergisst sie zu sagen, dass diese Erhöhung nicht einmal einen Inflationsausgleich bringt und die zusätzlichen Euro nicht einmal die gestiegenen Lebenshaltungskosten wettmachen.
Gern verbreitet wird hingegen, dass die Renten im Osten mit 2,26 Prozent etwas stärker steigen als im Westen mit 2,18 Prozent. Keine Erwähnung findet aber in diesem Zusammenhang, dass trotzdem der Unterschied zwischen einer Ost- und einer Westrente wieder größer wird.
Für ein Jahr mit durchschnittlichem Einkommen gibt es nun monatlich im Westen 28,07 Euro und im Osten 24,92 Euro. Das ist ein Unterschied von 3,15 Euro und damit ein – wenn auch geringfügiger – Anstieg der Differenz um 5 Cent. Für ein Berufsleben von 45 Jahren mit durchschnittlichem Einkommen bedeutet das: Wer im Osten gearbeitet hat, bekommt exakt 141,45 Euro weniger als sein Pendant im Westen.
Eine Angleichung der Altersversorgung in Ost und West sieht anders aus! Aber diese will die Bundesregierung in dieser Wahlperiode nach eigenen Angaben ohnehin nicht mehr auf den Weg bringen. Damit bricht sie ihr Wahlversprechen von 2009 und verstößt gegen ihr eigenes Regierungsprogramm. Die Fraktion DIE LINKE wird dafür sorgen, dass dieses Thema nicht zu den Akten gelegt wird, sondern erneut auf die Tagesordnung des Bundestages kommt.“
