Schlechte Entlohnung in MV führt zu hoher Zahl von Wohngeldempfängern
„Die weiterhin hohe Zahl von Wohngeldempfängern in Mecklenburg-Vorpommern ist Ausdruck der unverändert prekären Einkommenslage im Land. Ein fehlender flächendeckender Mindestlohn, schwache gewerkschaftliche Organisation, ein hoher Anteil an prekärer Beschäftigung und weit verbreitete Teilzeit und Niedriglöhne prägen nach wie vor die Arbeitswelt in MV. Viele Menschen gehen tagtäglich Vollzeit arbeiten und trotzdem reicht das Geld nicht, um die Miete zu bezahlen. Da stimmt etwas im Lohngefüge nicht. “, kommentiert Heidrun Bluhm, bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag die aktuellen Zahlen der Wohngeldempfänger in Deutschland.
„In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Wohngeldempfänger so groß wie in Mecklenburg-Vorpommern. Mit 4 Prozent liegt er im Vorjahr mehr als doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt von 1,9 Prozent. Der Hauptgrund dafür liegt im großen Lohngefälle. In MV erreicht das Einkommen lediglich rund 80 Prozent des Bundesdurchschnitts. Es ist höchste Zeit für einen flächendeckenden, allgemeinen Mindestlohn. Das taktische herumlavieren der Bundesregierung in Fragen des Mindestlohns ist reine Wahlkampftaktik und hilft den Menschen im Land nicht weiter“, so Bluhm weiter.
