
Zur Anhörung „Ferienwohnungen in Wohngebieten“
Der Tourismusausschuss des Bundestages hat sich ausführlich mit dem Problem der Ferienwohnungen in Wohngebieten beschäftigt. Er führte hierzu eine Anhörung mit Fachleuten durch, unter denen sich auch der Bürgermeister von Kühlungsborn, Reiner Karl und der Geschäftsführer der Tourismusmarketing Mecklenburg-Vorpommern, Bernd Fischer, befanden.
„Das Vermieten von Zimmern oder Wohnungen ist in M-V seit Jahrhunderten üblich und gelebte Gastlichkeit“, so Kerstin Kassner, Tourismuspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. „Der Streit darum, ob Ferienwohnungen in Wohngebieten liegen dürfen, schwelt in M-V jedoch schon seit 2007“, so Kassner weiter.
Die Tourismusmarketing M-V hat festgestellt, dass allein in den letzten beiden Jahren120.000 Übernachtungen in Ferienwohnungen an der Ostseeküste in M-V fehlen, weil900 Wohnungen vom Markt genommen wurden, was einen Einnahmeverlust von über 10 Millionen Euro jährlich ergibt.
„Ich unterstütze deshalb die Bundesrats Initiative der Landesregierung M-V auf Änderung der Baunutzungsverordnung, die rechtliche Sicherheit für Kommunen und Vermieter bringen soll. Die Bürgerinitiative Ferienwohnungen hat meine volle Unterstützung. Ich erwarte, dass die entsprechende Änderung bis Ende des Jahres geltendes Recht ist, damit die Saison 2017 gut vorbereitet werden kann“, so Kerstin Kassner nach der Anhörung.
