Die Mütterrente muss endlich gerecht ausgestaltet werden!

Wie der Bundesverband der Volkssolidarität in dieser Woche mitteilte, wurden der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke, im Rahmen der Aktion „Für eine gerechte Mütterrente“ 110.000 Unterschriften übergeben. Mit der Aktion werden verschiedene Forderungen im Zusammenhang mit der Mütterrente erhoben.
„Ich hoffe, dass der Druck auf die Bundesregierung weiter erhöht wird, endlich die Ungerechtigkeiten bei der Mütterrente zu beseitigen. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vermitteln, dass auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Kindererziehungszeiten in Ost und West immer noch unterschiedlich bewertet werden.“, sagte Kerstin Kassner, Bundestagsabgeordnete aus Vorpommern-Rügen. „Die Mütterrente muss so verändert werden, dass sofort der gleiche Rentenwert für Ost- und Westdeutschland gilt. Außerdem müssen Mütter natürlich für Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder genauso viele Entgeltpunkte bei der Rentenberechnung erhalten, wie für nach 1992 geborene Kinder. Zudem ist die Mütterrente aus Steuermitteln und nicht – wie bisher – aus den Rentenbeiträgen zu finanzieren. Denn im Moment wird die Mütterente zwar von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern finanziert, nicht aber von Denjenigen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Wie groß die Unzufriedenheit unter den Bürgerinnen und Bürgern mit der aktuellen Regelung ist, erlebe ich regelmäßig durch die große Zahl an Eingaben zu diesem Thema im Petitionsausschuss.“, erklärte die Obfrau der Linksfraktion im Petitionsausschuss des Bundestages und versprach, dass sich DIE LINKE. weiterhin für eine gerechte Mütterrente, die allen Müttern gleichermaßen zugute kommt, einsetzen wird.
Mit dem sogenannten Rentenversicherungsleistungsverbesserungsgesetz hatte die Bundesregierung 2014 die Mütterrente eingeführt. DIE LINKE. kritisierte in einem eigenen Antrag die Ungleichbehandlung der verschiedenen Betroffenengruppen und die Finanzierung aus Steuermitteln und hat das Thema seither gemeinsam mit Sozialverbänden und Gewerkschaften kritisch begleitet.